Uri Dreierlei
- Salmonidenking

- 5. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Das erste Mal in diesem Jahr wartete ein Abstecher ins wunderschöne Urnerland auf uns. Am frühen Abend erreichten wir den Oberalppass und es blieb noch genug Zeit, um der Oberalpreuss einen Besuch abzustatten. Bewaffnet mit der Fliegenrute erlebte ich eine gute Stunde lang eine fantastische Fischerei! Viele kleine Bachforellen und sogar eine 30er Bafo konnte ich Meter um Meter dem Bach entlocken. Fast schon ein kapitaler fisch für dieses winzige Bächlein.
In aller Herrgottsfrühe ging es dann am nächsten Tag zu Fuss hoch zum Lutersee. Olivia und Nina wollten dann zu humanerer Tageszeit nachfolgen. Noch vor fünf Uhr machte ich mich auf zum See, den ich kurz vor sechs Uhr erreichte. Der Luersee war noch halbwegs mit Eis überzogen und ohne Umschweife machte ich mich dran, die eisfreien Stellen abzufischen. Entgegen meiner Erwartung lief es aber äusserst zäh: nur vereinzelt hatte ich einen Nachläufer, Bisse waren Fehlanzeige. Es waren bereits einige Stunden um, als ich einen gut 30er #Namaycush feumern und releasen durfte. Wenig später verabschiedete sich ein gut 40er nach kurzem Drill. Mehr Glück hatte ein etwas später eingetroffener Fischer: er entlockte dem See einen prächtigen und makellosen 53er Namaycush - Petri! Am späten Vormittag trafen dann auch Olivia mit Nina am See ein, in deren Beisein und bei starkem Wind ich dann noch einen weiteren Namay fangen (und releasen) konnte.
Nach dem Mittag war dann Schluss und wir machten uns auf den Rückweg. Beim Pass gab's ein feines Zmittag im Restaurant und einen Besuch auf dem Leuchtturm, ehe wir uns in Richtung Göscheneralptal aufmachten. Dort, weit oben auf der Alp, wartete unser zweites Übernachtungsplätzchen auf uns. Kurz vor (und mit) dem Einsetzen des Regens machte ich noch einige Würfe am Stausee, musste davor allerdings erstmals die ca. 100 Höhenmeter von der Staumauer runter zum extrem niedrigen (und extrem trüben) See bewältigen. Belohnt wurde ich dann mit zwei knallharten Fehlbissen - that's it.
Nach einer regenreichen, aber wohligen Nacht in #MahatmaGämsi verzichtete ich dann auf die Morgensession. Stattdessen machten wir uns zu dritt nach dem Ausschlafen (6:15 Uhr) und der üblichen Morgenroutine mit Baby kurz vor 9 Uhr auf den Weg in Richtung hinterem Teil des riesigen Göscheneralp-Stausees. Kaum zu glauben, was hierfür für eine Wanderung notwendig war: ca. 600 Höhenmeter ging's rauf und auch 600 wieder runter - und das ganze nur, um am anderen Ende des Sees fischen zu können. Wahnsinn! Nach gut zwei Stunden war's dann aber geschafft und bei einem Bacheinlauf machten wir es uns gemütlich. Die Fischerei war dann sensationell: viele #Regenbogenforellen in allen Grössen bissen im Minutentakt auf Spinnköder und die Bienenmade. Als ich dann auf Schlund tatsächlich einen Fehlbiss eines Namaycush hatte - besetzt wird davon im Vergleich mit den Refos ein Wimpernschlag - war mein Ehrgeiz geweckt: und siehe da, wenig später lag doch tatsächlich ein gut 30er Namay im Feumer!
Am frühen Nachmittag machten wir uns dann auf der anderen Seeseite auf den Rückweg. Nach einer Stärkung im Resti folgte dann noch ein halbstündiger (plus 15) Abstecher beim "Fly-fishing-only" Gwüest - und ich war aufs Erfreulichste überrascht! Bei meinem letzten Besuch von vor ca. 10 Jahren fluchte ich noch, da es nur Schniepel im See hatte. Nun hatte ich in einer halben Stunde Duzende Nachläufer und Fehlbisse von Forellen und Saiblingen ennet der 30er Grenze. Und das Beste (oder Traurigste?): ich hatte doch tatsächlich eine bestimmt ü45er Bachforelle dran, sie sich leider nach heftigem Drill kurz vor dem Feumer dem Köder entledigte. Wow, damit hatte ich nun wirklich 0 gerechnet.
So ging dieser Ausflug wieder einmal viel zu Schnell zu Ende. Aber das nächste Mal kommt schon bald...





































































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