Saibling Kracher im Bisisthal!
- Salmonidenking

- vor 2 Minuten
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Wie Quasimodo machte ich mich am frühen Morgen mit Rückenschmerzen auf ins Bisisthal. Schon länger war ich nicht mehr in dieser Region, umso mehr freute ich mich auf den heutigen Tag. Der erste Stopp war beim Ausgleichsbecken Riedplätz. Dort tat ich mich aber sehr schwer: obschon ich viele Forellen sah, hatte ich nur wenige Bisse. Zwei Forellen verabschiedeten sich vor dem Feumer, eine weitere hing im Bach kurz an der Leine, konnte sich aber ebenfalls befreien. Schade! So ging's dann vor dem Mittag weiter zum Ausgleichsbecken Sahli. Dort konnte ich aber keine Fischaktivität ausmachen und so ging's gleich weiter mit dem E-Mountainbike hoch zum Waldisee. Nach nur gut 10 Minuten Fahrt wars geschafft und das schöne Seelein lag vor mir. Auf der Seeumrundung tat sich dann gar nichts: gerade einmal eine mehr tote als lebendige Bachforelle konnte ich im glasklaren Wasser ausmachen. Bei einem Einlauf machte ich es mir dann gemütlich und schleuderte meine Bienenmade auf Tauchstation. Nach wenigen Sekunden im Wasser verneigte sich die Rute ehrfürchtig und zum Vorschein kam eine kämpferische #Regenbogenforelle. Rasch war der Fisch versorgt, der Fang eingetragen und die Montage wieder ins Wasser gepfeffert, als sich die Rutenspitze erneut bemerkbar machte. Der Anhieb sitzt und ich merke gleich, dass da ein richtiges Kaliber am Haken ist: der Fisch nimmt Schnur ohne Ende und lässt sich absolut nicht kontrollieren. Zum Glück hat der See nicht viele Hindernisse, so dass ich den Fisch ausdrillen kann. Nach etwa fünf Minuten sehe ich den Fisch ein erstes Mal und als ich erkenne, dass ein riesiger #Saibling am Haken ist, steigt der Puls noch mehr an. Nach weiteren fünf Minuten machen sich nicht nur bei mir, sondern auch beim Fisch Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Mit Gefühl und Glück gelingt es mir, den Brocken ans Ufer zu ziehen - mein Feumer wäre viel zu klein gewesen. Noch kann ich nicht fassen, was da für ein Fisch vor mir liegt, erst muss einmal ein Jauchzer hinausposaunt werden. Ein Blick auf das Massband zeigt 65 Zentimeter, später in der Küche wiege ich den Fisch, der ausgenommen fast 2.5 Kilogramm wiegt. Was für ein Fang! Da ist es fast schon eine Randnotiz, dass wenig später auch noch eine weitere schöne Regenbogenforelle zubeisst. Da der Saibling viel zu gross für meinen Plastiksack ist, gibt es eine abenteuerliche und nicht ganz alltägliche Rückfahrt mit dem Bike: mit dem Riesenfisch in der einen Hand ist es nicht ganz einfach, den Bremspunkt auf dem steilen Weg immer optimal zu finden...Schliesslich erreiche ich aber #MahatmaGämsi unversehrt und kann mein Glück noch immer nicht fassen.























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