Hardcore-Fischen am Gelmer- und Engstlensee
- Salmonidenking

- vor 23 Stunden
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Am Freitagabend noch bis spät an einer Volleynight, am Samstagmittag bereits wieder mit #MahatmaGämsi unterwegs in Richtung Berge. Nach zwei Stunden war das Ziel erreicht: ein Parkplatz unterhalb des Gelmersees. Es hatte noch reichlich Schnee auf der Schattenseite, auf der Sonnenseite sah es aber besser aus. Ob die Wanderung hoch zum Gelmersee bereits möglich war, sollte die Praxis zeigen. Zu dritt ging's dann los und ausser ein paar harmlosen Schneefeldern, die es zu queren gab, waren keine Schwierigkeiten auszumachen. So erreichten wir den See nach einer Stunde Wanderzeit. Als ich den See sah, staunte ich nicht schlecht: während der See im Sommer gut gefüllt ist, war der gesamte hintere Seeteil komplett leer! Im letzten Jahr hatte ich dort um dieselbe Jahreszeit noch einen Prachtsfischertag mit tollen Fängen erlebt, jetzt hätte ich dort in der Erde gefischt.
Der See war noch fast komplett zugefroren, auf der linken hinteren Seite war aber eine grössere Stelle offen. Dort hing ging's dann auch und nach etwas mühsamen Abstieg schleuderte ich endlich meinen Köder ins leicht trübe Wasser. Gleich beim zweiten Wurf hatte ich einen Fehlbiss. Ansonsten ging die nächste Stunde nichts. Leider hatte ich (...) meine Naturköder im Auto vergessen, so dass ich dem Spinnfischen wohl oder übel treu bleiben musste. Ich hatte bereits aufgegeben und Olivia angekündigt, dass ich noch fünf Würfe machen werde. Und - kein Fischerlatein - beim fünften und somit letzten Wurf kam der Einschlag! Ein ca. 30er Namaycush hatte sich den Löffel einverleibt und mich zum glücklichsten Mensch auf Erden gemacht. Den Fisch entliess ich schonend wieder ins kühle Nass und wir machten uns anschliessend auf den Rückweg.
Nach einer Nacht auf dem Stellplatz in Guttannen ging's dann am Sonntag ein Tal weiter in Richtung Sustenpass. Nach wenigen Kilometer bogen wir links ab in Richtung Engstlensee. Die Strasse war erst bis Wagenkehr geöffnet, weswegen wir unsere Elektor-Mountainbikes mitsamt Veloanhänger mitgenommen hatten. Leider wurde daraus nichts: Der Grund, weswegen die Strasse erst bis Wagenkehr offen war, war schnell ersichtlich: eine gewaltige Lawine aus Schnee, ganzen Bäumen und Erde hatte die Strasse auf einer Länge von 100 Metern komplett zugeschüttet. So beschlossen wir, dass Olivia mit Nina ein Picknickplätzchen bei Wagenkehr einrichten und ich alleine mit dem Velo zum See hochdüse - mit dem Kinderanhänger wäre kein Durchkommen gewesen.
Für den Weg brauchte ich eine gute halbe Stunde und musste noch einige grössere Schneefelder überqueren. Auf der Alp angekommen, zeigte sich ein bizarres Bild: die gesamte Alp inklusive Parkplatz, Strasse und Schattenseite waren tief eingeschneit. Der Sonnenhang hingegen war komplett schneefrei. Schliesslich stapfte ich durch den Schnee in Richtung See und als ich diesen zum ersten Mal zu Gesicht bekam, dachte ich schon, dass dieser noch komplett gefroren sei. Bei näherer Betrachtung sah ich dann aber doch einige eisfreie Stellen. Ich fischte die komplette linke Seeseite ab, hatte aber in drei Stunden keinen Nachläufer oder Biss. So ging's dann zeitig wieder nach unten zu den Mädels und ab nach Hause.















































Das ist echt Hardcore Angeln im Frühling wow! Da zieh ich den Hut vor dir. 👍