Swiss Volley goes icefishing
- Salmonidenking

- 10. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Zusammen mit einer handverlesenen Auswahl an Swiss Volleyaner:innen, welche vorab mehrere Tests bestehen mussten, ging's heute an den #Öschinensee zum Eisfischen. Während Olivia, Nina und ich bereits am Vortag nach Kandersteg reisten und dort auf dem Camping übernachteten, trafen Karin, Nivia, Jeff, Sabrina und Jonas pünktlich wie die Rottenschwiler Kirchenuhr kurz vor 9 Uhr am Tag darauf beim Parkplatz Öschinensee ein.
Kurze Zeit später gondelten wir den Berg hoch, vorbei an zwei fetten Gämsen, und wenig später und nach kurzen Fussmarsch war der See in Sichtweite (das heisst, so weit man diesen bei Schneefall und Nebel erkennen konnte). Noch rasch die erforderliche Fischererlaubnis gelöst und schon konnt's losgehen. Die Erwartungshaltung der Teilnehmer:innen war korrekterweise riesig. Der Guide, der im Geschäft immer so grosse Töne spuckt, sollte liefern. Und er tat dies zu Beginn absolut nicht: die ersten zwei hochheilig angepriesenen Hotspots brachten 0 Fisch, ein Anfänger hätts besser getroffen. Zwar war Sabrinas Rute für kurze Zeit krumm, doch verabschiedete sich der Fisch noch vor dem Luftholen. So musste es der dritte und letzte Spot bringen, schliesslich war meine Fischerehre in Gefahr und ich wollt auf keinen Fall am nächsten Montag das Gespött im Büro sein. Unterwegs zum letzten Spot sahen wir, dass andere Eisfischer (alle, die nicht am Skirennen in Adelboden waren, waren da) durchaus erfolgreich waren - was den Druck meinerseits natürlich noch zusätzlich in die Höhe schnellen liess. Am neuen Spot angekommen, liess mich die fordernde Schar Swiss Volleyaner:innen gleich verstehen, dass sie kein gutes Gefühl hätten: viel zu tief sei es hier. Als dann Sabrina (schon wieder Sabrina!) endlich den ersten Fisch durch das Eisloch dirigieren konnte, verstummte die Meckerei aber schlagartig. Die Konzentration stieg ins Unaushaltbare und immer mal wieder hatten die Teilnehmer einen Biss oder Fehlbiss zu verzeichnen. Nivia schaffte gar das Kunststück, den Köder des armen Jonas mit ihrem Köder unter dem Eis zu fangen. Nun folgte die Aufregung im Minutentakt. Jeff schrie plötzlich, dass er einen Brocken am Haken habe und tatsächlich tauchte ein schöner Saibling auf. Jeff war so baff, dass er diesen gleich im Eisloch wieder verlor. Schade, dranbleiben Jeff! Doch keine Zeit, zu hadern, als nächstes befand sich Nivia im Drill. Doch auch bei ihr zu viel des Eifers, der kapitale Saibling (kein Witz) konnte sich direkt unter dem Eisloch befreien: Schnurbruch und minus ein Köder war der Befund. Da nützen auch Sprüche wie "Tja, das ist Fischen" wenig. Kurze Zeit später dann aber doch noch die Erlösung: der kleinste Fisch im Teich erbarmte sich und so durfte auch Nivia ihren ersten Eisfisch ever aufs Trockene legen - bravo! Und der Jonas: ich denke, da wächst ein Eisfischertalent heran: Hechte kann er schon, nach seinem gedrillten "Kanadier" ist er nun auf dem Weg zum Forellenspezi. Well done!
Und der Rest? Ja ich war der Guide und wie es sich für den Guide gehört, habe ich natürlich nicht gefischt. Dass ich dennoch vier Fische - darunter einen 43er Saibling - fangen konnte, ist reiner Zufall und physikalisch gar nicht möglich. Und dann Olivia: ja, jemand muss schliesslich zu klein Nina schauen. Aber am Echolot war sie eine Bank, und sie hat uns einen tollen Platz im Resti reserviert. Und dann stand oben, dass doch auch Karin mit dabei war? Fischereilich gesehen eher nicht - obwohl, einen Biss hatte sie (glaubs)! Aber beim Eisfischen geht es eh nicht um die Fische, sondern ums Erlebnis. Dass dies immer die Leute sagen, die ohne Fang bleiben, sag ich ihr aber nicht...
Nun sind wir alle wieder zuhause und müssen erlebtes auf unsere eigene Weise versuchen, so gut es geht zu verarbeiten. Dem einen gelingt dies schneller, als der anderen. Petri-Heil!







































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