Iffigsee, Engstlensee, Frutt, Disentis und Urnerland...
- Salmonidenking

- vor 12 Minuten
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Pünktlich zu unserem Ferienbeginn kam das schöne Wetter – oder fast: die ersten zwei Tage am Iffigensee und am Engstlensee gab es nämlich noch ab und zu einen Graupel- oder Regenschauer. Zuerst ging es wie gesagt an den Iffigensee: am späten Morgen watschelten wir zu zweieinhalb’t von der Alp aus los und erreichten den See zwei Stunden später. Die Fischerei war durchaus von Erfolg gekrönt, Regenbogenforellen und Namaycush liessen sich überlisten.
Kurz nach dem Mittag war bereits Schluss, denn auf uns wartete ein getaktetes Programm. Zurück beim Auto ging’s weiter in Richtung Innertkirchen und hoch zur Engstlenalp. Auch dort lief es fischereilich ausgezeichnet, ich fing fast schon bei jedem Wurf einen Namaycush, teils auch in sehr schönen Grössen!
Nach einer Nacht auf der Alp und einer hammermässigen Morgensession am See machten wir einen Zwischenhalt bei der Aareschlucht (Schlucht ist Schlucht). Wir waren überrascht, dass es an einem trüben Wochentag einen derart grossen Besucheraufmarsch hatte – so spektakulär fanden wir die Schlucht nun auch wieder nicht.
Weiter ging’s den Brünig hoch und wieder runter, bis wir auf Melchsee-Frutt eintrudelten. Ich spähte den See für die Eröffnung tags darauf aus, wurde aber nicht so recht schlüssig, denn einerseits war das Wasser sehr trübe und ausserdem windete es stark. Früh am nächsten Morgen ging’s dann raus aus den Federn und Punkt 5 Uhr flogen wie jedes Jahr hunderte Köder in die Fluten. Die Eröffnung verlief für mich leider unspektakulär: es gab Regen- und Bachforellen in Durchschnittsgrössen. Die grösste Forelle, eine feiste 40er Bachforelle, biss am Blauseeli auf einen Streamer. Insgesamt wurden aber sehr viele schöne Forellen und Saiblinge gefangen. Auch am nächsten Morgen gab’s nochmals eine Session, nun konnte ich immerhin einen schönen Kilo plus Saibling bei der Kapelle fangen, einen noch etwas grösseren verlor ich im Drill. Das weniger schöne: als ich zum Blauseeli wechseln wollte, musste ich leider feststellen, dass irgendein Arschloch meine Fliegenrute geklaut hatte. Möge der armselige Dieb mit dieser Rute viele kapitale Fische fangen, die ihm dann jedes Mal vor den Füssen wieder abhauen und ihn dabei nassspritzen, so dass er sich eine Lungenentzündung hole und elendig daran zugrunde gehen möge.
Ich liess mir davon aber nur kurz die Laune verderben. Von der Frutt aus düsten wir weiter ins Urnerland in Richtung Oberalppass und von dort aus runter nach Disentis. Hier hatten wir auf dem TCS Zeltplatz für drei Nächte gebucht. Kurz nach unserer Ankunft trafen wir noch Esthi und Konsorte für eine Fischübergabe. Die folgenden Tage verbrachten wir dann mit einer Wanderung zu einer Hängebrücke, einem Ausflug mit einer Bergbahn inklusive Rodelfahrt und viel Chillen auf dem wunderschönen Zeltplatz. Fischereilich machten wir einen Ausflug mit dem Postauto auf den Lukmanierpass, wo ich zwei kleine Saiblinge fing. Gleichentags besuchte ich den Rein da Medel für zwei Stunden und erlebte eine Bergbachfischerei vom Feinsten! Viele wunderschöne Bachforellen in allen Grössen durfte ich fangen.
Als letztes Kapitel unserer Ferien verweilten wir drei Tage im Urnerland. Zuerst wanderten wir allerdings noch rasch zur Maighelshütte, wo wir in Hochzeitserinnerungen schwelgten. Danach ging ich an den Lutersee, wo ich alleine im Zelt übernachtete, während Olivia und Nina weiter unten (in Sichtweite) im Auto übernachteten. Fischereilich lief es äusserst zäh mit nur sehr wenig Fischkontakt. Am zweiten Tag fuhren wir in Richtung Furkapass und wanderten spontan hoch zum Sidelensee. Dieser war aber noch fast komplett mit Eis bedeckt und entsprechend blieb ich zwar tapfer, aber dennoch Schneiderlein. Eigentlich wäre dann der Plan gewesen, am letzten Tag zu den Stotzig Firsten Seeli zu wandern. Da aber doch noch recht viel Schnee lag beschlossen wir, stattdessen an den Spilauersee zu gehen. Die Nacht verbrachten wir ganz romantisch und bei unseligen 20 Grad plus in der Nacht auf der Gotthard Raststätte. Früh am Morgen fuhren wir weiter ins Riemenstaldertal, düsten mit der Seilbahn hoch zur Alp und wanderten eine halbe Stunde zum See. Zum Abschluss war mir der gar heilige Petrus nochmals sehr hold: schöne Spilau-Namaycush konnte ich vor allem zu Beginn fangen. So ging’s dann am Nachmittag wieder zurück nach Hause. Die kühle(re) Bergluft vermisse ich mit Blick auf die Wettervorhersage bei uns zuhause bereits jetzt…







































































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